Hebamme – eine wichtige Bezugsperson

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich möchte selbst nach der dritten Schwangerschaft bzw. Geburt immer noch, dass die ersten Wochen eine Hebamme vorbeikommt. Obwohl ich selbst vom Fach bin (Krankenschwester) fühl ich mich doch sicherer, wenn nochmal jemand auf alles drüberschaut – vor allen beim Kind.

ABER es ist nicht so leicht die richtige Hebamme zu finden!

Ich weiß nicht wie es Euch da ging, aber ich habe schon ordentlich aussortiert, soll jetzt nicht böse klingen. Es gibt einfach welche, leider meist die Älteren, die haben ihr Schema nach dem sie immer verfahren und wenn man da nicht so reinpasst, dann stört es die nicht. Sie ziehen ihr Programm durch und wenn man dann mit Fragen oder Problemen auf der Strecke bleibt, ist es ihnen egal. Das ist mir eben vermehrt bei den Älteren aufgefallen, wobei die Hebammen im mittleren Alter, auch so manche Nachteile hatten. Sie waren alle sehr nett und lieb, aber oft wollten sie einem noch gewisse Extras andrehen, kam es mir vor. Ob spezielle Massagen, Therapien, Kurse…..ich verstehe das sie sich weiterbilden und deshalb vieles anbieten können, was nie verkehrt ist. Sie können es auch sehr gern erwähnen, aber die Entscheidung, sollte doch bei der Mutter liegen, es sollte nicht auf sie eingeredet werden und ihr alles mögliche in den Kopf gesetzt werden, wenn sie es nicht wahr nimmt. Genauso verkaufen – indirekt – viele Hebammen Produkte, oft homöopathische Mittelchen, was in Ordnung ist, aber manchmal werden viele Produkte die man zuhause hat schlecht gemacht und nur diese, die die Hebamme anbietet sind die richtigen fürs Baby. Vielleicht kennt es die eine oder andere Mutter von Euch….???

Bei meiner Großen hatten wir uns für eine Hebamme, nach vielen aussortieren durch Freunde und Verwandte, entschieden, die in der Nähe wohnte und im mittleren Alter war. Sie war wirklich nett gewesen, ist immer pünktlich gekommen und hat ihre Arbeit sehr sorgfältig gemacht. Jedoch war sie gern eine, die mir eben wie manch andere, das eine oder andere Produkt gleich mitbrachte und regelrecht aufzwang. Als Neumama sah ich über einiges hinweg und weil sie wirklich auch zwei mal vorbeikam, weil ich mir unsicher war, ohne Termin, nahm ich es ihr nicht übel. Aber fürs nächste Baby wollte ich auf jeden Fall wieder jemand anderen ausprobieren.

Und so kam es, dass kurz bevor ich mich bei unserer Kleinen für eine Hebamme entscheiden musste, eine neue in der Liste dazukam. Sie war die Einzige die erst Anfang Zwanzig war und sich neben ihren Beruf als Hebamme im Krankenhaus, noch zusätzlich selbstständig als Hebamme machte. Sie baute sich gerade seit einem Jahr ein zweites Standbein auf. Es gefiel mir, dass sie nach wie vor noch im Krankenhaus arbeitete, so blieb sie immer auf dem Laufenden, was ich sehr befürworte. Und als wir sie kennenlernten, was sie fachlich genauso kompetent, wie alle anderen. Ich konnte sie jederzeit telefonisch erreichen und sie schickte mir immer helfende Antworten, wenn ich was brauchte, sogar lange nach der Geburt. Als sie da war, arbeitete sie einwandfrei, Baby und ich waren sehr zufrieden. Und unsere Große vergötterte sie! Sie ging toll mit ihr um, wahrscheinlich auch, weil sie selbst eine Tochter in ihrem Alter hatte. Wir waren so zufrieden mit mir, dass ich sie bereits wieder über unsere nächste Schwangerschaft informiert habe und ich mich schon darauf freue, sie bald wiederzusehen 🙂

Wie ging es Euch mit eurer Hebamme? Wart ihr zufrieden?

Oder habt ihr auf eine verzichtet?

 

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5 Kommentare zu „Hebamme – eine wichtige Bezugsperson

  1. Ich kannte damals so was nicht. Weiß aber von unseren hiesigen Hebammen, dass die es ganz schön schwer haben. Laufend werden ihre Versicherungsbeiträge erhöht. Momentan ist es wohl sehr akut. Vielleicht geschehen ja diese diversen Angebote, die sie machen, mehr aus der Not heraus.

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  2. Unsere 1. Hebamme war älter. Mütterlicher Typ,selbst Mutter von 3 Kindern. Sie war total lieb,nett und hat nirgends reingequatscht. Muss dazu sagen,das ich mir auch nicht so schnell in etwas reinreden lasse. Sie war wirklich toll. Unsere 2. vom Zwerg war Anfang 20,kam das erste Mal zum Vorstellen im Minirock,der so kurz war, das man erkennen konnte was sie drunter Trugschluss. Topmodellfigur. Genau das richtige für einen hochschwangere Tonne. Nein. Ich war nicht neidisch, dazu War sie mir zu dürr. Fand es nur komisch,so eine werdene Familie zu besuchen. Sie war auf dem neusten Stand,wusste alles und konnte Alles. Alles aus Büchern gelernt. Sie hatte keine eigenen Kinder,wusste aber wie die Schmerzen bei der Geburt sind. Wie es sich anfühlt,wenn das Kind und jenes hat….sie war echt nett, mir fehlte aber das echte reale Fachwissen einer Mutter. Lg

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    1. Verstehe – ja nur dann kann man es wirklich nachempfinden. Bin selbst Krankenschwester und war auch auf der Gyn und bei vielen Geburten und konnte es nicht nachvollziehen. Ich hab immer gesagt, dass ich gern bei ihnen bleibe, die Hand halte und helfe so gut es kann, aber ich würde nie behaupten: ich könnte es nachvollziehen.
      Ich finde zu diesem Satz hat man erst das Recht,wenn man in der gleichen Situation ist oder war.
      Hab deshalb auch lieber eine Hebamme mit Erfahrung und eigenem Kind 🙂

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