Eine Freundin für unsere Große -doch so anstrengend :(

Meine Große war vor dem Kindergarten in einer Spielgruppe, dort haben wir eine liebe Mutti mit zwei Kindern kennengelernt. Was klasse ist, beide Kinder sind gleichalt. Jetzt geht die Große mit der Großen in den Kindergarten, sogar in die selbe Gruppe und wir lassen die beiden Kleinen so oft es geht zusammen spielen und gehen auch wieder in die selbe Spielgruppe. Soweit – so gut.

Nur leider ist die Große eine schreckliche Heulsuse! Und unglaublich egoistisch! „Ich will!“ sind ihre liebsten Worte.

Wenn unsere Große etwas hat, dann kommt die Andere und will es ihr immer wegnehmen und wenn man es ihr nicht gibt, dann schreit sie in einem so schrillen Tonfall und haut auch manchmal um sich, dass man sie innerlich am liebsten schütteln würde. Die Mutter lässt ihr leider noch zuviel durchgehen, obwohl sie schon gut durchgreift, aber es ist leider immer noch zu wenig. Sie bräuchte viel mehr Konsequenzen, vor allen weil sie auch schon ihre kleine Schwester angreift und durch ihr egoistisch Verhalten, niemand vom Kindergarten mit ihr spielen möchte. Außer unserer Großen, die nimmt sie halt so hin, ist aber auch schon sehr genervt. Und immer wenn diese dabei ist, möchte natürlich auch kein anderes Kind mit unserer spielen, weil sie wissen, wie das andere Mädchen herumspinnen kann. Aber was sollen wir da nur machen??? Einerseits tut sie mir leid und meist ist sie mit unserer ein Herz und eine Seele, aber wenn sie dann wieder ihre Phase hat und herumspinnt, dann würde ich sie mir gern wegwünschen in eine andere Gruppe oder so. Das letzte Mal ist sie unerer Großen im Sandkasten so auf die Nerven gegangen, hat ihr ständig ihre Sachen kaputt gemacht, kaum das sie aufgebaut waren, dass ich wirklich gedacht hatte, unserer Große zieht ihr gleich mit der Schaufel eine drüber. Und ganz ehrlich: ich hätte nichts dagegen gesagt! Auch wenn ich mich für diesen Gedanken schäme, aber verdient hätte sie es gehabt. Aber unserer Große stand drüber und kam zu uns, zwar traurig und genervt, aber sie stand drüber. Mich hats geärgert, weil ihre Mutter nichts gesagt hatte, sondern es ihr wieder durchgehen ließ und das sind dann so Kleinigkeiten die sich ansammeln und jedesmal wenn sie nichts sagt, wirds schlimmer und schlimmer…..

Das letzte Mal muss ich zugeben, konnte ich mich nicht zurückhalten. Wir haben unsere Kinder abgeholt und meine Große wollte noch schnell auf die Toilette. Natürlich wollte die Andere dann auch gehen. Kaum hatte meine Große die erste von drei Toiletten betreten, kam sie und schubste sie hinaus. Meine Große blieb friedlich und ging ins Nebenklo. Ich kochte innerlich schon. Aber gut, wenn sie ruhig blieb, blieb ich es zumindest nach außen auch. Dann rief mir meine Große zu, dass bei ihr ein kleiner Hocker wäre und ob sie ihn benutzen durfte. Ich meinte sicherlich, wenn du meinst ihn zu brauchen. Da rauschte das andere Mädchen aus ihrer Toilette heraus und meinte sie will den Hocker jetzt haben und war schon fast bei der Tür und wollte sie aufreißen. Da wars bei mir vorbei. Ich packte sie am Arm, machte die schon halb offene Tür wieder zu und meinte böse: „Nein! … hat jetzt den Hocker, du hast sie schon aus der Toilette verjagt, jetzt kriegst du den Hocker nicht, erst wenn … fertig ist!“ Da fing sie wieder an zu toben und wollte unbedingt in die Toilette hinein, aber ich stellte mich davor und kaum das ihre Hand an der Klinke zur Toilette kam, stoss ich diese weg. Mir reichte es!!!! Ich hatte schon Sorge, dass meine Bekannte mir das übel nehmen würde, aber wieso sollte meinen Tochter immer nachgeben – Nein! Aber sie tat es nicht, sie rief sie endlich zurück, packte sie selbst und verfrachtete sie in die Toilette. Sie entschuldigte sich bei uns und meinte sie gehe ihr selbst wahnsinnig auf die Nerven. Da war ich erstmal erleichtert. Das Geschrei dauert den ganzen Toilettengang meiner Tochter an, erst als sie fertig war und rauskam, stürmte die Andere hinein und nahm sich den Hocker. Danach das selbe beim Hände waschen, aber zum Glück gibts da zwei Waschbecken. Anschließend folgte die Fahrt mit den zwei Baggy`s wo die Kleinen drin saßen zum Autoparkplatz. Kaum das meine Große den unseren schob, musste die Andere auch den ihren schieben. Und ja auf die selbe Art und Weise und wehe es war nur einwenig anders, dass meine Bekannte auf der falschen Seite ging, dann brüllte sie los…..schrecklich. Und leider haben wir das fast jeden Tag – wir treffen uns immer frühs zum hinbringen und mittags zum abholen. Und so sehr ich meine Bekannte mag, aber dass geht einem soooo sehr auf die Nerven, dass ich froh bin, dass mein Mann schichtelt und er sie auch mal hinbringt und abholt. Er fahrt meist früher, dann treffen sie nicht aufeinander, aber Mittags gibts kein Entkommen…..

Ich genieße die Vormittage wenn sie mich nur mit der Kleinen besucht, während die Großen im Kindergarten sind, wobei ich immer innerlich hoffe, dass meine Große sich nicht zuviel ärgern muss.

Aber meine Konsequenz aus dem Monat Kindergarten: ich verzichte auf Treffen am Nachmittag, wo alle Kinder zusammen kommen würden. Es tut mir sehr leid und ich finde es wirklich schade, aber ich ertrage die Große von meiner Bekannten einfach nicht! Das ständig Geschrei und ich will das und ich will jenes!!!!! Furchtbar.

Ich habe nur ständig dieses schlechte Gewissen, weil ich Nachmittags nichts mehr mit ihr unternehme. Mein sogenanntes Glück ist, dass ich gerade hochschwanger bin und der Nachwuchs nächsten Monat ansteht, sodass mir das wirklich zuviel werden würde. Aber schade ist es alle mal. Bin ich deswegen eine schlechte Freundin? Oh ja, das Gefühl habe ich, aber ich möchte mir den Stress zuhause einfach nicht noch weiter geben, im Kindergarten reicht es voll und ganz aus.

Ich will sie nicht verletzen, deshalb sage ich lieber nichts, ich hoffe einfach, dass sich das Verhalten in nächster Zeit mal ändern wird, sodass die Großen vielleicht wieder mal zusammenspielen können. Obwohl ich inständig hoffe, dass die Großen auch andere Freunde finden, kann ja nie schaden. Aber ab wann fangen den die richtigen ersten Freundschaften im Kindergarten an????

 

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7 Kommentare zu „Eine Freundin für unsere Große -doch so anstrengend :(

  1. Schwieriges Thema…ich kenne das von einer Freundin, die total inkonsequent ist und einen „verzogenen“ Sohn hat. Ich weiß ja nicht, wie gut ihr euch kennt, aber vielleicht kannst du ja direkt mit ihr drüber reden?! Ich hab damals mit meiner Freundin geredet und weiß jetzt, warum sie so inkonsequent ist. Geändert hat sie sich nicht, aber es war total ok für sie, dass ich strenger bin/war, wenn ich auf ihn aufgepasst habe. Das hilft ja vielleicht auch schon, wenn sie wirklich mal mit zu euch kommt, um zu spielen. Ansonsten drück ich dir die Daumen, dass sich die Situation vielleicht von selbst bessert 😊 LG

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    1. Wenn es so weiter geht, werd ich mal mit ihr reden müssen 😦 ich kenn sie jetzt seit einem guten Jahr, seit wir zusammen in der Spielegruppe waren. Mag sie total gern und verbring so gern Zeit mit ihr, aber das Kind ist so anstrengend!!!!

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  2. Dieses laissez faire verhalten kenne ich von vielen Eltern :(. Kinder sind halt so wenn man ihnen alles erlaubt. Inzwischen habe ich gelernt stellvertretend für diese Eltern einzugreifen, auch wenn ich mich dabei noch immer nicht gut fühle.

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