Medikamente in der Schwangerschaft – was haltet ihr davon???

Vorab, ich bin jetzt zu, dritten Mal schwanger und stehe kurz vor der Entbindung – in etwa zwei Wochen soll es soweit sein.

Ich muss sagen, ich war noch nie so häufig krank – hauptsächlich erkältet – wie in dieser Schwangerschaft. Monatlich schupfe und huste ich herum oder kriege die Halsschmerzen nie so richtig weg. Sicherlich liegt es daran, das wir jetzt schon zwei kleine Wirbelwinde zu Hause haben, die auch jede Menge Krankheiten mitbringen – ob vom Kindergarten oder Spielgruppe.

Ich erinnere mich gut, als mir mein Bruder mal sagte, dass er seit er Kinder hat, nie so oft krank war. Ich dachte damals nur, schieb es doch nicht auf die Kinder! Sicher selbst schuld, den von einer einigermaßen gesunden Lebensart sind sie weit weg. Ständig waren sie krank, abwechselnd und ich dachte früher immer nur: wie kann man nur so wenig auf sich achten????

Aber jetzt muss ich zugeben, zu einem gewissen Teil hatte ich Unrecht!

Denn obwohl wir uns zu einem sehr großen Teil wirklich gesund ernähren, Obst und Gemüse täglich bei uns auf dem Speiseplan steht. Wir ausreichend Bewegung haben und uns nach bester Möglichkeit von „krankwerdenden“ Situationen fernhalten, erwischt es uns auch regelmäßig – jetzt im Herbst und Winter bestimmt noch öfters.

Seit unsere Große im Kindergarten ist und wirklich jede Woche ein anderes Wehwehchen hat ob Schnupfen oder Husten (aktuell 😦  ) werden wir auch immer wieder kränklich. Wenn auch nicht fest, aber alle paar Tage läuft doch  mal die Nase oder der Hals kratzt.

Kennt ihr das auch?

Und ganz ehrlich, in der ersten Schwangerschaft wenn ich mal krank war, da konnte ich mich ausruhen. Ich blieb von der Arbeit zuhause und kurierte alles in Ruhe aus, da hatte ich kein Problem damit, nur auf Hausmittel und Homöopathie zurückzugreifen. Ich hatte Zeit in Ruhe gesund zu werden.

In der zweiten Schwangerschaft war es da schon nicht so einfach, schließlich musste ich mich auch noch um unsere Große kümmern. Und da mein Mann damals noch als Koch gearbeitet hatte, konnte er nur schlecht zuhause bleiben, also musste ich schnell wieder fit werden. Da kam dann die eine oder andere Paracetamoltabl. dazu.

Aber jetzt in der dritten Schwangerschaft und dem häufigen krank sein, da musste es einwenig mehr sein. Für beide Kinder da zu sein, der Schwangerschaft gerecht zu werden und die üblichen Alltagsaufgaben zu schaffen, dass war dann nicht so einfach. Ich muss zugeben, ich habe mir dann schon mal Hustensaft oder etwas Fiebersaft von den Kindern ausgeliehen. Und wenn ich merkte, dass sich eine wirklich schwere Erkältung ankündigte, mit allen drum und dran und ich mit Gewissheit sagen konnte, dass ich dann einfach nicht in der Lage wäre, meine Kinder zu 100% zu versorgen, da habe ich schon mal die Packung mit Grippostadtabletten geholt. Natürlich nicht die normale Dosis genommen, aber dreimal am Tag eine für eine kürzere Zeit, dass musste dann schon sein. Sicherlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil es ja heißt, in der Schwangerschaft soll man nichts nehmen, aber bevor ich meine Kinder nicht versorgen kann, sie anstecke und mich und das ungeborene Kind schinde – nein, da ist irgendwann mal gut! Die Zeiten in denen man sich auf die Couch oder ins Bett zurückziehen kann, sind vorbei – zumindest tagsüber! Und um den Tag so gut wie möglich zu überstehen, braucht man einfach mal etwas mehr Hilfe.

Ich glaube auch ganz ehrlich, dass viele Tabletten – in Maßen und wirklich mit Bedacht – genommen, nicht so sehr schaden bzw. schädlich sind, wenn man schwanger ist. Das Problem ist, dass vieles einfach nicht getestet ist – wie denn auch – Tests an Schwangeren, soweit kommts noch!!!! Deshalb ist es oft schwierig zu sagen, wie sehr könnte dies oder jenes schaden….

Anfangs hatte ich ein unglaublich schlechtes Gewissen und Gefühl, dem Baby gegenüber, aber als ich meine Bedenken bei meiner Ärztin äußerte, meinte diese: natürlich sollte man lieber nichts nehmen, aber ab und zu eine Tablette, damit es mir besser geht, wird sicherlich keinen Schaden anrichten. Und bevor ich eine Erkrankung zu lange mit mir mitschleppe und sie sich dann auf die Lunge oder aufs Herz legt und ich dann in der Schwangerschaft oder hinterher Probleme habe, dann spricht nichts dagegen. Aber natürlich nach Maß und am besten nach Absprache.

Und ich muss sagen, es war jetzt nicht häufig der Fall gewesen, aber ich bin froh einen kleinen Helfer zuhause zu haben und zu wissen, wenn wieder eine schwere Erkältung anfängt sich auszubreiten, kann ich gleich was dagegen tun. So bin ich vielleicht den einen Abend platt und fertig, aber kann am nächsten Tag meine Kinder versorgen.

Kennt ihr das auch?

Was ist eure Erfahrung? Nehmt ihr ab und zu was ein oder habt ihr was in der Schwangerschaft eingenommen?

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4 Kommentare zu „Medikamente in der Schwangerschaft – was haltet ihr davon???

  1. Also, ich bin ja gerade mit unserem ersten Kind schwanger und hab’s von daher echt gut. Mir geht’s auch insgesamt recht gut und ich hatte z.B. seit ich schwanger bin keine Migräne mehr (davor hatte ich wirklich Panik). Von daher bräuchte ich eigentlich kaum Medikamente. Und die Erkältung, die uns der Sohn meines Mannes angeschleppt hat (soviel zu man ist mit Kindern öfters krank), konnte ich mit Hausmitteln kurieren. Allerdings habe ich mich im Gegensatz zu sonst aber auch einen Tag auf die Couch gelegt.
    Aber, wenn es mir schlecht gehen würde, würde ich auch was nehmen. Ich habe in dem Zusammenhang gerade am Anfang sehr viel bei Embryotox geschaut. Und auch eine Anfrage gestellt, nachdem ich bzgl. meiner Hyposensibilisierung verschiedene Aussagen von den Ärzten bekommen habe. Und meine Ärztin ist da auch eher locker und meinte z.B. zu Nasenspray, dass ich das ruhig nehmen könnte.
    Also, mach Dir nicht zu viele Gedanken.

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  2. Ich habe auch drei Schwangerschaften und drei gesunde Kinder. In der dritten Schwangerschaft hatte ich einen Unfall und musste 14 Tage mit gebrochenem Oberarm „überleben“ ohne „Drogen“. Ibuprofen ist (in normaler Dosierung ) vertretbar….. denke ich aus Erfahrung. Aber andere Dinge solltest Du absprechen und abwägen. Ich habe mir oft die Frage gestellt, was schlimmer für den Fötus ist….Schmerz oder Schmerzmittel

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