Unterschied zwischen Mädchen und Jungen

Ich dachte das ganze Gerede von wegen „Jungen sind viel wehleidiger“ – „Jungen weinen viel mehr“ – „Jungen sind viel empfindlicher“…..bla, bla, bla…. ich dachte das sei nur Gerede und es stecke nicht wirklich viel dahinter. Mit etwas Geduld, Globuli, Tee und Bauchmassagen wäre auch dies gut in den Griff zu bekommen.

Aber seit unser Kleiner mit zwei Wochen anfing zu schreien, da hörte bei mir dieser Gedanke, es sei Gerede auf! Sicherlich gibt es Ausnahmen, denn erst kürzlich meinte ein Arbeitskollege von meinem Mann, er habe zum Glück einen Magen wie die Mädels und hat seine Mutter als Baby nicht viel geplagt. Glück gehabt 🙂 aber unser kleiner Prinz hat leider weniger Glück, ihn plagen die Bauchschmerzen ganz arg. Es fängt meist Abends gegen 18 Uhr langsam an und hält gut und gern bis 22 – 23 Uhr an. Zwischendurch gibte es kurze ruhige Pausen, aber dann geht das Geschrei wieder los. Und obwohl ich darauf vorbereitet war und uns schon mit allen eingedeckt habe, was uns vielleicht einwenig helfen könnte, so ist das nochmal eine neue Erfahrung. Wenn er mal anfängt zu weinen, sich zu winden und es einfach so aussieht als wenn es kein Ende nehmen würde, geht es stark an die Substanz. Ich weiß er kann nichts dafür und er tut mir unendlich leid, aber zwischendurch muss ich ihn kurz weglegen, wenn jegliches beruhigen nichts hilft und selbst durchatmen. Denn das ständige Schreien aus den Ohren zu bekommen ist nicht so leicht. Kurz durchatmen und dann gehts wieder weiter, in der Hoffnung ihm irgendeine gute Position bieten zu können, in der er sich wohl fühlt, die Schmerzen nachlassen und er einschläft. Oft schlafe ich dann mit ein, da bin ich wohl genauso erschöpft wie er. Da bin ich jedesmal froh, wenn mein Mann Abends nicht in der Arbeit ist und wir uns abwechseln können.

Momentan versucht er den Kleinen abends immer mehr an sein Bettchen zu gewöhnen. Tagsüber kein Problem, aber Abends samt Bauchschmerzen, keine leichte Übung. Noch dazu müssen wir aufpassen, dass er die Mädels nicht aufweckt. Denn er fängt nicht langsam an zu schreien, sondern legt gleich richtig los und brüllt, als wenn man ihm sonst was antun würde. Sobald ich merke, es wird nicht und er beruhigt sich nicht, nehme ich ihn zu uns und ehrlich gesagt, lasse ich ihn Abends gern bei uns schlafen – natürlich mit Abstand das nichts passiert (zum Glück haben wir ein sehr großes Bett, wo jeder seinen Platz haben kann incl. Schutzpolsterung für ihn, dass wir ihm nicht zu nahe kommen, wenn er auch im Bett liegt, dass ja nichts passieren kann) Oft braucht er besonders viel Körpernähe und dann ist es praktisch wenn er bei uns liegt. Wenn er dann eingeschlafen ist, meist im Arm, legen wir ihn einfach nur hin und er schläft seelenruhig weiter. Ich finde es jedesmal faszinierend wie diese kleinen Geschöpfe spüren können, ob man da ist oder nicht. Denn legt man ihn in seinem Zimmer hin, dauert es nicht lange und er wird immer unruhiger und unruhiger. Aber ist er bei uns, könnte eine Bombe einschlagen, er schläft weiter. Ich hoffe nach dem 3 Monat beruhigen sich die Bauchschmerzen und die Schlafphasen werden nachts immer besser. Wäre schön mal wieder drei oder vier Std. durchzuschlafen 🙂 aber wenn man Kleinkinder hat und die Abstände zwischen den Kindern nicht zu groß sind, gewöhnt man sich daran und der Schlafmangel ist dann nicht so wild. Deshalb könnte ich es mir für mich nicht vorstellen zu viel Zeit zwischen den Kindern zu lassen. Denn jetzt bin ich in meiner Routine drinnen. Aber wenn ich mir vorstelle so vier oder fünf Jahre dazwischen zu lassen und dann wieder von vorne anzufangen. Ich glaub das wäre nichts für mich. Hätte mir jemand gesagt, dass es zwischendurch wirklich hart ist, was den Schlafmangel angeht, hätte ich es vielleicht noch einwenig mehr genossen, durch- und auszuschlafen. Aber diese Zeit kommt ja irgendwann wieder und bis dahin, sieht man in diese kleinen Gesichter und ist einfach nur glücklich und wenn dann wieder eine Schreiphase beginnt, ist noch genug Schokolade von Weihnachten übrig 😉

 

 

 

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